Vereinsinfo Februar 2012
Hallo liebe Vereins-Vorstandsmitglieder, auch im Februar 2012 wollen wir Euch über das Vereinsinfo wieder wichtige Informationen zur Verfügung stellen, die für Euch und Eure Vereinsarbeit von Interesse und Wichtigkeit sein können. Die Informationen, die Euch per Vereinsinfo erreichen, sind ausdrücklich zur Veröffentlichung und zur Weitergabe an Eure Vereinsmitglieder bestimmt. Wir wollen es Euch mit dieser Informationsquelle einfach leichter machen, wichtige Neuigkeiten rund ums Thema Fliegen zu erfahren, ohne diese aus den unterschiedlichen zu Verfügung stehenden Quellen heraus suchen zu müssen. Damit sollt Ihr in Eurer Vereinsarbeit vom Verband unterstützt werden. Wir bitten Euch, die Protokolle der Kommissionssitzungen nur Euren Vereinsmitgliedern zukommen zu lassen und diese nicht öffentlich zu machen (z.B. auf Vereinswebseiten). Es geht in diesen Sitzungen oftmals um Themen, die Behörden, andere Verbände oder Firmen betreffen. 98. DHV-Kommissionssitzung In der Anlage findet Ihr das Protokoll zur 98. Kommissionssitzung des DHV am 04. Februar 2012. Großer Sicherheitstest von A- und B-Schirmen: Das Referat „Sicherheit und Technik“ unter Leitung von Karl Slezak hat mit den Testpiloten der DHV-Musterprüfstelle, Dipl.Ing. Peter Wild und DHV-Fluglehrern einen umfangreichen Test von 16 aktuellen A- und B-Schirmen durchgeführt. Besonders Augenmerk galt dabei der Frage, wie geeignet die Schirme für Piloten sind, die wenig in die Luft kommen. Um die ganze Bandbreite der Klassen A und B zu erfassen, wurden neben den reinen A-Schirmen im B-Segment sowohl Schirme aus dem „Low-Level“- als auch dem „High-End-Level“-Bereich getestet. Die Geräte wurden daraufhin geprüft, welchen Anspruch sie an den Piloten beim Starthandling, bei Einklappern und in der Steilspirale stellen. Außerdem ging es um die Schnellabstiegsmöglichkeiten Ohrenanlegen und B-Stall. Die Flüge wurden onboard mit GoPro und mit Bodenkamera gefilmt. Zusätzlich kamen zur Flugaufzeichnung Datenlogger zum Einsatz. Den Test findet Ihr bereits bereits vorab auf der DHV-Website im Bereich Piloteninfos – „Sicherheit und Technik“ unter Sicherheit Gleitschirm: http://www.dhv.de/web/piloteninfos/sicherheit-und-technik/sicherheit/sicherheitsberichte/gleitschirm/a-und-b-passt-eh/ Außerdem wird der ausführliche Bericht im kommenden DHV-Info veröffentlicht. 1 Grünes Licht für Drachenflug-E-Aufstieg und GS-Erprobung Am 7.2.2012 gab das BMV bei einer Besprechung in Bonn mit dem DHV und LBA grünes Licht für den E-Aufstieg als weitere Startart für Hängegleiten. Vorausgegangen war ein erfolgreiches 2-jähriges Erprobungsprogramm des DHV. Nach einer Einweisung des Piloten und nach flugschulinterner Prüfung wird die Startart E-Aufstieg in die Lizenz für Hängegleiterpiloten eingetragen. Die Bestimmungen hierzu legt der DHV als Beauftragter für die Hängegleiter-Ausbildung in seiner Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO) fest. Vorschriften für den Betrieb werden vom DHV in der Flugbetriebsordnung (FBO) geregelt. E-Aufstiegssysteme müssen eine Musterprüfung absolvieren nach zu den Lufttüchtigkeits-forderungen für Hängegleiten ergänzenden Prüfvorschriften. Die Startart E-Aufstieg darf nur in Fluggeländen erfolgen, die dafür eine behördliche Genehmigung des jeweiligen Luftamtes des Bundeslandes haben. Der DHV wird sich bei den Landesbehörden darum bemühen, dass Drachenfluggelände mit Geländeerlaubnis des DHV möglichst einfach als E-Aufstiegsgelände genehmigt werden, sofern der Geländehalter dies beantragt. Außerdem startet der DHV auch ein Erprobungsprogramm für den E-Aufstieg mit Gleitschirmen. BMV und LBA haben sich mit dem DHV über die Einzelheiten hierzu verständigt. Flugschulen, die die Einweisung für die Startart E-Aufstieg durchführen wollen, können sich an das DHV-Referat Flugbetrieb wenden. Sackflugefahr bei Kälte Wir möchten alle Gleitschirmpiloten, die trotz der derzeitigen Kältewelle nicht auf’s Fliegen verzichten wollen, auf die erhöhte Sackfluggefahr bei tiefen Temperaturen hinweisen. In der Vergangenheit gab es diesbezügliche Probleme vor allem beim Windenschlepp. Die hohe Dichte und Zähigkeit der extrem kalten Luft hat durch ihren erhöhten Widerstand Einfluss auf Geschwindigkeit (wird reduziert) und Anstellwinkel (wird erhöht) des Fluggerätes. Besonders Piloten, die an der Winde starten, sollten sich darüber bewusst sein, dass die niedrigen Temperaturen ihr Fluggerät in der Steigphase am Seil näher an die Sackfluggrenze bringen. Deshalb ist der „Sicherheitsstart“ besonders wichtig und die Verwendung einer Winden-Schlepphilfe unbedingt empfehlenswert. Grundsätzlich sind auch alle Flugmanöver, bei welchen der Gleitschirm aus hohen Anstellwinkeln zurückkehren muss (z.B. B-Stall, Ohrenanlegen) bei tiefen Temperaturen mit erhöhter Sackfluggefahr verbunden. Der Gleitschirm kann auch anders als normal auf Störungen reagieren, z.B. mit einer deutliche Sackflugphase nach frontalen Einklappern. Vereinzelt war auch von Problemen beim Hangstart berichtet worden. Beim Abflug mit stark angebremstem Schirm oder wenn die Kappe beim Start nicht ganz über den Piloten geführt wird, kann sich die temperaturbedingt höhere Sackflugneigung bemerkbar machen. Schöne und unfallfreie Flüge Richard Brandl DHV-Geschäftsstelle E-Mail: vereinsinfo@dhv.de 2


